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Die Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Pfeifferhütte Der 10. Juni 1888 ist der Gründungs- und Geburtstag der FFW-Pfeifferhütte und des Feuerwehrvereins. Durch das Protokoll sind uns 11 Gründungsmitglieder bekannt: - der Kaufmann Martin Reichinger, - der Drechsler Johann Brunner, - der Schneider Georg Brandstetter, - der Maurer Georg Vestner, - der Gütler Wolfgang Schrödel, - Thomas Schrödel, - Georg Dörrer, - Stefan Haas, - Konrad Linsner, - Johann Lang sowie Georg Buchner. Aus einem Protokoll von 1905 geht hervor, dass bereit damals eine straffe Führung herrschte: „Fehlen bei einer Übung wird nur durch Krankheit entschuldigt, ansonsten wird derjenige beim 1. Mal mit 20 Pfennig, beim 2. Mal mit 50 Pfennig zugunsten der Feuerwehr-Kasse bestraft. Das 3. Mal wird Anzeige beim Königlichen Bezirksamt gemacht.“ Als Vereinsbeitrag wurden damals 80 Pfennig jährlich erhoben. Die aktive Wehr war in Steiger- und Spritzenzug unterteilt. Diesen Männern standen eine Holzleiter und eine zweirädrige „Feuerlöschmaschine“ zur Verfügung, die von Hand zu Hand durch Ledereimer mit Wasser befüllt werden musste. Zur Alarmierung der Wehr wurde durch den Hornisten geblasen. Immer musste auch ein Sanitäter zur Verfügung stehen. Weitere Aufzeichnungen aus dem Zeitraum des 1. Weltkrieges fehlen. Bei der Mitgliederversammlung am 30.10.1927 wurde die Anschaffung einer Saug- und Druckspritze beschlossen. Die Brandversicherung wurde hierzu um einen Zuschuss gebeten. Der Zeitpunkt der Übergabe dieser Spritze an die Wehr ist nicht mehr zu ermitteln. Ebenso wenig lässt sich feststellen, in welchem Jahr das Spritzenhaus erbaut worden ist. Dies dürfte jedoch im Jahre 1928 gewesen sein, da die Verschalung 1929 aufgrund einer großzügigen Spende des Ehrenmitgliedes Hans Oßmann ermöglicht und ausgeführt worden ist. Der Standort dieses Gerätehauses war an der heutigen Neumarkter Straße bei der Einmündung in den Berngauer Weg. Aufzeichnungen aus der Zeit von 1935 bis 1955 fehlen. Bekannt ist jedoch, dass die vorgenannte Saug- und Druckspritze bis 1945 ihren Dienst tat. Aus Mangel an Unterstellmöglichkeiten musste dieses Gerät verschrottet werden. Zum Einsatz kam nun eine vom Luftschutz freigestellte Tragkraftspritze ohne fahrbaren Untersatz. Im Jahre 1947 musste das Spritzenhaus dem Neubau der Tankstelle mit Fahrzeughandlung Heinrich Dörrer weichen. Das neue „Feuerwehrgerätehaus“ wurde auf Kosten des Firmeninhabers an seiner Grundstückrückseite mit Ausfahrt zum Ludwig-Donau-Main-Kanal errichtet. Am 7.04.1956 konnte ein gebrauchter Anhänger zur Beförderung der Tragkraftspritze gekauft werden, was für die Wehrmänner eine große Erleichterung bedeutete. Im November 1961 wurde ein Schlauchtrockenmast angeliefert und aufgestellt. Nachdem die Ortschaft Pfeifferhütte von der Gemeinde Oberferrieden am 1. Januar 1964 in die Gemeinde Lindelburg eingegliedert wurde, konnte im gleichen Jahr eine neue TS 8 mit Zubehör im geschlossenen Anhänger an die Wehr übergeben werden. Für unsere Mitglieder war dies ein großer Tag. Von der Gemeinde Lindelburg wurde für die Wehren Lindelburg und Pfeifferhütte am 10.11.1970 eine Magirus Anhängeleiter AL 18 beschafft. Im Zuge der Gebietsreform 1972 erfolgt der Anschluss an die Großgemeinde Schwarzenbruck. Eine erneute Aufwärtsbewegung begann 1975 mit dem Bau der neuen Feuerwehrgerätehalle an der Kanalstraße durch die Gemeinde Schwarzenbruck. Wegen Mangel an sanitären Anlagen wurden 1977 zwei Toiletten und eine Waschgelegenheit in Eigenleistung in der Gerätehalle eingebaut. Im gleichen Jahr stellte die Gemeinde finanzielle Mittel für ein Gebrauchtfahrzeug zur Verfügung. Von diesem Geld wurden zwei gebrauchte Ford Transit angekauft. Wiederum in Eigenleistung wurde eines dieser Fahrzeuge als TSF mit Truppbesatzung und das andere als Mannschaftswagen (Löschgruppe 1+8) umgerüstet und lackiert. Die fehlenden Ausrüstungs- gegenstände wurden durch die Gemeinde beschafft. Ein lang gehegter Wunsch der Wehr-männer - endlich unabhängig von landwirtschaftlichen Zugfahrzeugen jederzeit einsatzbereit und beweglich zu sein, ging hiermit in Erfüllung. Im März 1978 wurde der Mannschaftswagen mit BOS-Funk ausgestattet. Das 90jährige Jubiläum unserer Wehr wurde am 3. und 4. Juni 1978 in kleinerem Rahmen abgehalten. Dieses Fest gab den Anstoß für das darauf folgende jährliche Kanalfest. Im März 1980 wurden zwei Atemschutzgeräte von der FFW Rummelsberg unserer Wehr zur Verfügung gestellt. In der folgenden Zeit begannen wir, in unserer Wehr Atemschutzgeräteträger auszubilden. Bereits zwei Jahre später konnte die Wehr vier gebrauchte Atemschutzgeräte preisgünstig von einer Werksfeuerwehr erwerben. Nach vielen Anstrengungen um einen geeigneten Unterrichtsraum genehmigte die Gemeinde den Ausbau der Gerätehalle. Der Wehr wurden die finanziellen Mittel für das Material zur Verfügung gestellt. Der Umbau begann 1985. Bedingt durch die gegebene Grundstückslage wurde die Gerätehalle aufgestockt und ein Treppenhaus seitlich angebaut. Der Roh- und Innenausbau wurde von freiwilligen Helfern der Wehr die glücklicherweise auch über Fachkräfte verfügt in den Jahren 1985/86 in Eigenleistung durchgeführt. Der Zahn der Zeit machte auch nicht vor unseren umgerüsteten gebrauchten Fahrzeuge Halt. Ersatz wurde nötig, es bot sich die Gelegenheit von der FFW Schwarzenbruck ein gebrauchtes LF 8/I zu übernehmen. Für die vorhandenen Gerätschaften war dieses Fahrzeug von der Aufnahmekapazität her geeignet. Die Übergabe an unsere Wehr erfolgte im Dezember 1985. Die FFW Pfeifferhütte verfügt zwischenzeitlich über eine zufrieden stellende Ausrüstung. Auch für kleinere technische Hilfeleistungen sind wir gerüstet. Unsere engagierten Wehrmänner sind weiterhin bestrebt, durch entsprechende Übungen und Ausbildungen ihrer Aufgabe für die Mitbevölkerung gerecht zu werden. Auch der Verein ist stets bemüht, das Freizeitangebot des Ortsteiles Pfeifferhütte zu erweitern und die Nachbarschaft und Kameradschaft zu pflegen. Der Wunsch unserer Wehr ist, dass sich auch in Zukunft genügend freiwillige finden, die ihre Freizeit in den Dienst des Nächsten zu stellen. Erwin Graml und Karlheinz Walther
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